Statement

Ein Gefühl für Zeit und ihre hinterlassenen Spuren erlebbar zu machen, ist Motivation und Anreiz für viele meiner Arbeiten.

Gegenwärtige Werke zeigen häufig Abstraktionen rhythmisch verlaufender Prozesse in stetigen oder unterbrochenen Linien und Oberflächenstrukturen.
Textile Reliefarbeiten in unterschiedlichen Formaten mit Furchen und Erhebungen drücken sich in wiederkehrenden oder zufälligen Vorkommnissen aus, die den Zeitraum ihrer potentiellen Entstehungen zusammenfasst.
Das verwendete haptische Material ist dabei ein wichtiger Aspekt, denn dadurch scheint mir der emotionale Ausdruck greifbarer zu werden.
Auch schafft die Verwendung von Geweben deutliche Assoziationen zu unserem eigenen Dasein.

Seitdem ich in früher Jugend mit der Verarbeitung textiler Materialien in Berührung gekommen bin, verbindet mich der Wunsch mit dessen Handhabung umgehen zu können und neue Ausdrucksformen mit diesen „Stoffen“ zu finden.
Nach vielen Jahren der Kursleitertätigkeit als „Vermittlerin“ textiler Techniken, ist das Bedürfnis eigene Wege einzuschlagen wieder in den Mittelpunkt gerückt.

Neue Materialien sind im Laufe der Zeit mit Textilem kombiniert worden, so dass die Bezeichnung „mixed media“ wohl heute eher auf meine Arbeiten zutrifft.
Ein weiterer neu hinzugekommener „Stoff“ mit weicher haptischer Oberfläche ist das Wachs (Enkaustik). Es wird heiß aufgetragen (griech. enkauston=eingebrannt) und lässt sich in vielfältiger Form zu immer neuen Oberflächen und Arrangements formen. Die mit Stoff vergleichbaren Eigenschaften macht es ähnlich interessant wie der Umgang mit Textilien.